Generalstaatsanwaltschaft Koblenz und das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz teilen mit

Schwerer Schlag gegen Cyberkriminelle - Ehemaliger Natobunker ausgehoben

Einladung zur Pressekonferenz

 

Sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter der Medien,

wir laden Sie aus aktuellem Anlass für heute, Freitag, den 27.9.2019 um 12 Uhr zu einer Pressekonferenz an der Hochschule der Polizei, Flugplatz Hahn, Raum 1.49 ein.

Die Landeszentralstelle Cybercrime (LZC) der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz und das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz führen ein Ermittlungsverfahren gegen die Betreiber eines Rechenzentrums. Nach dem Ergebnis der fast 5 Jahre andauernden Ermittlungen soll der besondere Service des Rechenzentrums darin bestanden haben, den Kunden Schutz vor staatlichem Zugriff zu bieten.

Die 13 Täter stehen im dringenden Verdacht in einem ehemaligen Natobunker in Traben-Trarbach zahlreiche Webseiten gehostet zu haben, über die international agierende Kriminelle verbotene Waren wie Drogen, gefälschte Dokumente und gestohlene Daten vertrieben, Kinderpornografie verbreiteten und groß angelegte Cyberangriffe durchführten. Kunden der Täter waren beispielsweise die Betreiber des weltweit zweitgrößten Marktplatzes im sogen. Darknet zum Kauf von Drogen „Wallstreet Market“, der im April nach intensiven Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt, dem BKA und dem FBI zerschlagen wurde. Auch der groß angelegte Angriff auf 1,25 Millionen Telekom-Router Ende November 2016 wurde über einen Server im Cyberbunker gesteuert.

Nachdem es erstmals deutschen Ermittlungsbehörden gelungen ist, einen derartigen Hoster auszuheben, werden seit gestern Abend in einer koordinierten Aktion Durchsuchungsbeschlüsse in Deutschland und im benachbarten europäischen Ausland durch Spezialeinheiten der Länder Rheinland-Pfalz und Hessen zusammen mit der GSG9 sowie Haftbefehle gegen sieben Tatverdächtige vollstreckt.

Generalstaatsanwalt Dr. Jürgen Brauer und LKA-Präsident Johannes Kunz werden ab 12:00 Uhr ausführlich über dieses herausragende internationale Strafverfahren berichten.

Als Experten für weitere Fragen stehen Ihnen zudem der Leiter der LZC Dr. Jörg Angerer, Einsatzleiter Achim Füssel, Vizepräsident des Landeskriminalamtes und Christian Wollstadt, Dezernatsleiter für Cybercrime beim Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz zur Verfügung.

 

Wichtig!

Nach der Pressekonferenz haben Sie gegen 14.00 Uhr die Möglichkeit, sich direkt am Ort des Geschehens einen persönlichen Eindruck zu verschaffen sowie im Außenbereich Foto- und Filmaufnahmen zu machen.

 

Bitte anmelden bei der Pressestelle des Landeskriminalamtes unter der Telefonnummer: 06131/ 65-2392 oder -2066 oder bei der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz unter der Telefonnummer: 0261/1307-30101.